Begriffe, kurz erklärt.

Die Begriffe rund um Vermögen, Immobilien und Ruhestand, jeweils in ein, zwei Sätzen und verlinkt mit dem Ratgeber, der tiefer geht. Wertavo erklärt, es empfiehlt nicht.

A

Abgeltungsteuer
Die Steuer auf Zinsen, Dividenden und Kursgewinne: 25 % plus Solidaritätszuschlag, zusammen 26,375 %, gegebenenfalls zuzüglich Kirchensteuer. Mehr in Sondertilgung oder ETF?
AfA (Absetzung für Abnutzung)
Die steuerliche Abschreibung eines vermieteten Gebäudes über seine Nutzungsdauer: meist 2 % der Gebäudeanschaffungskosten im Jahr, 2,5 % bei Fertigstellung vor 1925, 3 % ab 2023. Das Grundstück wird nicht abgeschrieben. Mehr in AfA bei Immobilien
Annuitätendarlehen
Ein Kredit mit gleichbleibender Rate aus Zins und Tilgung. Mit jeder Rate sinkt der Zinsanteil, und der Tilgungsanteil steigt. Mehr in Wenn die Zinsbindung endet
Anschlussfinanzierung
Die Finanzierung der Restschuld nach dem Ende der Zinsbindung, bei der bisherigen Bank (Prolongation) oder bei einer anderen (Umschuldung). Mehr in Wenn die Zinsbindung endet

B

Beleihungsauslauf
Der Kredit im Verhältnis zu dem Wert, den die Bank für die Immobilie ansetzt. Je niedriger, desto besser meist der Zins; typische Schwellen liegen bei 60, 80 und 90 %. Mehr in Wie viel Haus kann ich mir leisten?
Bruttomietrendite
Jahreskaltmiete geteilt durch den Kaufpreis, mal 100. Schnell gerechnet, aber ohne Kaufnebenkosten, Verwaltung und Instandhaltung. Mehr in Mietrendite berechnen

C

Cashflow nach Kapitaldienst
Was von der Kaltmiete übrig bleibt, nachdem nicht umlagefähige Kosten, Zinsen und Tilgung bezahlt sind. Positiv heißt: Die Immobilie trägt sich selbst. Mehr in Cashflow nach Kapitaldienst
Core-Satellite-Strategie
Ein Depot aus einem breiten, günstigen Kern, etwa einem weltweiten Aktien-ETF, und wenigen bewusst gewählten Satelliten. Mehr in Was ist eine Core-Satellite-Strategie?

E

Eigenkapitalrendite
Der Ertrag im Verhältnis zum eingesetzten eigenen Geld. Bei Immobilien hängt sie stark davon ab, was als Ertrag zählt: nur der Cashflow, auch die Tilgung oder zusätzlich die Wertsteigerung. Mehr in Cashflow nach Kapitaldienst
Entnahmerate
Der Anteil des Vermögens, der im ersten Jahr des Ruhestands entnommen wird; danach steigt der Betrag meist mit der Inflation. Bekanntestes Beispiel ist die 4-Prozent-Regel. Mehr in 4-Prozent-Regel: Wie viel kann ich entnehmen?
Erhaltungsrücklage
Die Rücklage der Eigentümergemeinschaft für Reparaturen am Gemeinschaftseigentum, monatlich mit dem Hausgeld bezahlt. Steuerlich erst absetzbar, wenn das Geld ausgegeben wird. Mehr in Cashflow nach Kapitaldienst

F

Forward-Darlehen
Ein Kredit, dessen Zins heute für eine Anschlussfinanzierung in der Zukunft festgeschrieben wird, gegen einen Aufschlag auf den Zins. Mehr in Wenn die Zinsbindung endet

G

Grunderwerbsteuer
Steuer beim Kauf einer Immobilie, je nach Bundesland 3,5 bis 6,5 % des Kaufpreises. Maßgeblich ist das Datum des notariellen Kaufvertrags. Mehr in Wie viel Haus kann ich mir leisten?

H

Hausgeld
Der monatliche Betrag, den Wohnungseigentümer an die Eigentümergemeinschaft zahlen: Betriebskosten, Verwaltung und Erhaltungsrücklage. Ein Teil davon ist auf Mieter umlagefähig. Mehr in Mietrendite berechnen

K

Kaltmiete
Die Miete ohne Betriebs- und Heizkosten. Grundlage für Mietrendite und Cashflow. Mehr in Mietrendite berechnen
Kapitaldienst
Zins plus Tilgung, also die Kreditrate. Mehr in Cashflow nach Kapitaldienst
Kaufnebenkosten
Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler, zusammen etwa 5 bis 12 % des Kaufpreises. Banken finanzieren sie selten mit. Mehr in Wie viel Haus kann ich mir leisten?
Kaufpreisfaktor
Der Kaufpreis geteilt durch die Jahreskaltmiete, der Kehrwert der Bruttomietrendite. Faktor 25 entspricht 4 % brutto. Mehr in Mietrendite berechnen

L

Leverage-Effekt
Ein Kredit hebt die Eigenkapitalrendite, solange sein Zins unter der Rendite des Objekts liegt, und senkt sie, wenn er darüber liegt. Mehr in Mietrendite berechnen

M

Median
Der mittlere Wert: Die eine Hälfte liegt darunter, die andere darüber. Bei Vermögen aussagekräftiger als der Durchschnitt, den wenige sehr hohe Werte nach oben ziehen. Mehr in Vermögen nach Alter: Was ist normal?
Monte-Carlo-Simulation
Ein Verfahren, das Tausende mögliche Marktverläufe durchspielt. Das Ergebnis ist keine Prognose, sondern eine Wahrscheinlichkeit. Mehr in Wann kann ich in Rente gehen?

N

Nettomietrendite
Jahreskaltmiete minus nicht umlagefähige Kosten, geteilt durch Kaufpreis plus Kaufnebenkosten, mal 100. Mehr in Mietrendite berechnen
Nettovermögen
Alles, was dir gehört, minus alle Schulden: Immobilien zum Verkehrswert, Depots, Konten und Altersvorsorge, abzüglich der Restschulden. Mehr in Nettovermögen berechnen
Nicht umlagefähige Kosten
Kosten, die der Vermieter selbst trägt und nicht auf den Mieter umlegen darf, etwa Verwaltung, Instandhaltung und Erhaltungsrücklage. Mehr in Cashflow nach Kapitaldienst

R

Reihenfolgerisiko
Das Risiko, dass schlechte Börsenjahre gleich zu Beginn des Ruhestands kommen. Wer dann entnimmt, verkauft in der Tiefe, und dieses Geld fehlt bei der Erholung. Mehr in 4-Prozent-Regel: Wie viel kann ich entnehmen?
Rentenlücke
Die Differenz zwischen den Ausgaben im Ruhestand und dem, was Rente und weitere Einkünfte netto bringen. Mehr in Rentenlücke berechnen
Rentenniveau
Die Standardrente nach 45 Beitragsjahren mit Durchschnittsverdienst im Verhältnis zum aktuellen Durchschnittsverdienst, vor Steuern. Gesetzlich bis zur Anpassung 2031 bei mindestens 48 %. Mehr in Rentenlücke berechnen
Restschuld
Der Teil eines Kredits, der zu einem Zeitpunkt noch nicht getilgt ist, etwa am Ende der Zinsbindung. Mehr in Wenn die Zinsbindung endet

S

Sondertilgung
Eine Rückzahlung zusätzlich zur regulären Rate; während der Zinsbindung nur so weit, wie der Vertrag es erlaubt, meist 5 % der Darlehenssumme pro Jahr. Mehr in Sondertilgung oder ETF?
Sparer-Pauschbetrag
Kapitalerträge bis 1.000 € im Jahr bleiben steuerfrei, bei Zusammenveranlagung 2.000 €. Mehr in Sondertilgung oder ETF?
Spekulationsfrist
Der Gewinn aus dem Verkauf einer Immobilie ist steuerfrei, wenn zwischen Kauf- und Verkaufsvertrag mehr als zehn Jahre liegen oder der Eigentümer zuletzt selbst darin gewohnt hat. Mehr in Spekulationsfrist bei Immobilien

T

Teilfreistellung
Bei Aktienfonds und Aktien-ETFs bleiben 30 % der Erträge steuerfrei; die Abgeltungsteuer fällt nur auf 70 % an. Mehr in Sondertilgung oder ETF?
Tilgung
Der Teil der Kreditrate, der die Schuld verringert. Er mindert den Cashflow, aber nicht das Vermögen. Mehr in Cashflow nach Kapitaldienst

V

Verkehrswert
Der Preis, der für eine Immobilie am Markt zu erzielen wäre. Für das Nettovermögen zählt der Verkehrswert, nicht der Kaufpreis. Mehr in Nettovermögen berechnen
Vorabpauschale
Ein jährlich versteuerter Mindestertrag bei thesaurierenden Fonds, berechnet aus dem Basiszins (2026: 3,20 %). Er wird beim Verkauf angerechnet. Mehr in Sondertilgung oder ETF?
Vorfälligkeitsentschädigung
Eine Entschädigung, die die Bank verlangen kann, wenn ein Festzinskredit vor Ende der Zinsbindung zurückgezahlt wird. Zehn Jahre nach der vollständigen Auszahlung entfällt sie. Mehr in Wenn die Zinsbindung endet

Z

Zinsbindung
Der Zeitraum, für den der Zins eines Kredits fest vereinbart ist, oft 10 oder 15 Jahre. Danach wird die Restschuld zu neuen Konditionen finanziert. Mehr in Wenn die Zinsbindung endet